Nach 45 Jahren – Deutschlands erste Schwulendemo wird wiederholt

Am 29. April 1972 gingen in Münster homosexuelle Männer erstmals in der Bundesrepublik auf die Straße – in diesem Jahr wird auf der Originalroute erneut protestiert.

Für viele Aktivisten der Siebziger galt Homophobie noch als „Nebenwiderspruch“: Martin Dannecker bei Deutschlands erster Schwulendemo vor 45 Jahren (Bild: Archiv Rosa Geschichten)

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CSD MÜNSTER MOTTO 2017 – IHR SEID GEFRAGT

Liebe Freund_innen!

Seit einigen Wochen planen wir bereits wieder fleißig für den CSD Münster 2017 und brauchen nun eure Hilfe, denn ein Motto muss her!
Letztes Jahr haben wir mit „Stellt euch quer“ prägnant und plakativ unsere Empörung über all das, was der LSBTIQ*-Community noch an Stolpersteinen von Politik und Gesellschaft in den Weg gelegt wird, zum Ausdruck gebracht. Wir waren empört, laut, unbequem, fordernd und selbstbewusst. Und all das, wollen wir auch dieses Jahr wieder sein.
Nicht genug damit, dass Homo-, Bi- und Trans*phobie noch immer keine Fremdworte in unserer Gesellschaft sind und Abweichungen von der heterosexuellen und binärgeschlechtlichen Norm erklärungsbedürftig bleiben. Wir müssen mit Schrecken feststellen, dass rechtspopulistische Diffamierung des Andersseins gerade wieder alltäglich wird.
Wie positionieren wir uns in diesem Jahr? Ihr seid gefragt! Bringt euch ein und macht Vorschläge, entweder auf Facebook als Kommentar oder per Mail an kontakt@csd-muenster.de.
Natürlich sind auch Vorschläge ab vom Kämpferischen herzlich willkommen. Es zählt, was euch bewegt.
Am 13.02. wird sich die CSD-Orgagruppe mit den eingegangen Vorschlägen befassen und, so wie im letzten Jahr, eine Vorauswahl treffen, die euch dann zur Abstimmung vorgelegt wird.
Wir freuen uns auf Eure Ideen.
Und natürlich gibt es auch eine kleine Belohnung: Wir verlosen unter allen Teilnehmenden freien Eintritt (+ Begleitung) für unsere „ROSA-Montag“ Karnevalsparty im KCM Schwulenzentrum am 27.02..

Ein Motto wurde bereits gefunden. Mehr Informationen dazu demnächst….

QUEER REFUGEES MÜNSTER

QUEER REFUGEES MÜNSTER – Support Group  

 

„Queer Refugees Münster“ ist eine Initiative von LGBTIQ * -Gruppen in Münster. Die Gruppe schafft einen sicheren Ort für LGBTIQ * Flüchtlinge und bieten Informationen über Asyl, Beratung und Kontakte.

„Queer Refugees Münster“ is an initiative of LGBTIQ * groups in Münster. The group provides a safe place for LGBTIQ * refugees and provide information on asylum, counseling and contacts.

LGBTIQ * Willkommen/Welcome!  

In Deutschland sind Homo- und Bisexualität, Trans- und Intersexualität legal. Wenn Sie lesbisch sind, homosexuell, bisexuell, transgender, intersex oder queer (LGBTIQ *) ist es völlig okay. Du bist gut so, wie du bist. Und du bist nicht allein!

In Germany, homo- and bisexuality, trans- and intersexuality are legal. If you are lesbian, gay, bisexual, transgender, intersex or queer (LGBTIQ*) it’s perfectly okay. You are good the way you are. And you are not alone!

 LSBTIQ * in Münster  

In Münster gibt es viele Angebote von LGBTIQ * für LGBTIQ *. Es gibt Beratung und Begleitung, wenn Sie Hilfe benötigen. Sie finden Menschen, denen Sie vertrauen können. Alles, was Sie sagen, wird privat behandelt.

In Münster there is many offers from LGBTIQ* for LGBTIQ*. There is counseling and accompaniment if you need help. You will find people who you can trust. Everything you say will be treated privately. And there is a café, groups, sports and much more…

Informationen auf der Website/

Information on the Website  Queer Refugees Münster – Support Group in:

 – Arabisch / دليل مختصر – Deutsch / Englisch – Farsi / فارسی – Französisch / Français – Russisch / русский язык – Spanisch / Espanol – Türkisch / Türkçe

  

Stellt euch quer! Das Motto des CSD Münster 2016

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„Stellt euch quer“ spricht ein Gefühl an, welches den CSD Münster e.V. schon immer vor anderen Prides ausgezeichnet hat: Ein politisches Bewusstsein. Dass der CSD in Münster keine Parade hat wie andere Städte, ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Der CSD Münster ist vielfältig und er möchte allen Menschen die Möglichkeit geben, ihre Stimme gegen Diskriminierung, Ausgrenzung, Homo-, Trans*- und Inter*phobie zu erheben.

Es gibt viele Situationen, die Empörung verdienen. Die letzten Landtagswahlen haben etwas gezeigt, das sich nicht mehr leugnen lässt: ein nennenswerter Teil der Bevölkerung denkt offen rechtsextrem oder unterstützt eine Partei, die sich offen gegen demokratische Grundwerte stellt. Der öffentliche Diskurs ist keine gemeinsame Erörterung von Fakten mehr, sondern Meinungsfreiheit wird teilweise missbraucht, um Fakten zu ignorieren und andere niederschreien zu können. Dabei hat sich ein Denken in Feindbildern eingeschlichen, das es viele Jahre nicht mehr gegeben hat – „Wir gegen die!“

„Die“ sind dabei meistens diejenigen, die sich nicht wehren können, weil man nur über sie redet, aber nicht mit ihnen. Das beherrschende Thema dieses Jahres ist ohne Zweifel der Zuzug von geflüchteten Menschen aus allen Krisen- und Kriegsgebieten der Welt. Medial spricht man von der „Flüchtlingskrise“.

Wir wissen jedoch, dass es sich hierbei nicht um eine Krise durch Geflüchtete handelt, sondern um ein Organisationsproblem der Versorgung und Unterbringung seitens des Regierung. Wer jedoch von einer „Flüchtlingskrise“ redet, schiebt die Verursachung der Probleme auf diejenigen ab, die Hilfe benötigen und eine der schlimmsten Zeiten ihres Lebens durchmachen. Dagegen stellen wir uns quer!

Ein Schwerpunkt des CSD Münster wird in diesem Jahr bei diesem Thema liegen. Der CSD Münster möchte sich mit Geflüchteten solidarisieren und den Blick auf mehrdimensionale Diskriminierungsstrukturen in der Gesellschaft richten. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit richtet sich nicht nur gegen eine bestimmte Gruppe, sondern betrifft alle Menschen, die nicht einer vermeintlichen Norm entsprechen. Wer sich gegen Homo-, Trans* und Inter*phobie engagieren möchte, darf den Blick nicht für den vorherrschenden Rassismus in der Gesellschaft verlieren.

Solidarität zeigt sich nicht zuletzt auf der Straße, und dafür wird die CSDemo in diesem Jahr die beste Gelegenheit sein. Als erste Pride Veranstaltung in Deutschland hat der CSD Münster die „Queer Refugees for CSD“ eingeladen. Diese Gruppe wird den CSD in Münster in diesem Jahr unterstützen, um auf die Probleme von queeren Geflüchteten in Deutschland und auf die Situation von LSBTIQ*-Menschen in anderen Ländern aufmerksam zu machen.

Wenn ein Teil der Gesellschaft nach rechts rückt, kann der andere Teil folgen oder es droht die Gefahr, dass die Gesellschaft irgendwann zerreißt. Auch hiergegen stellt sich der CSD Münster quer! Dies machen wir, indem wir zeigen, dass Vielfalt keine Gefahr für die Gesellschaft ist, sondern eine Bereicherung für das soziale Miteinander in Münster und weltweit.

#RoteKarte! – Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie

Am 17.5. 1990 beschloss die Weltgesundheitsorganisation, Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten zu streichen und bis 1994 bestrafte der §175 des deutschen Strafgesetzbuchs sexuelle Handlungen unter Männern.* Über 50.000 mal wurde der Paragraph angewandt, in vielen Fällen zerstörten die Urteile ganze Existenzen und stigmatisierten die Opfer als „175er“. Zur Erinnerung an diese Vergangenheit und als Aufforderung, in Zukunft gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu kämpfen, wird der Internationale Tag gegen Homo – und Trans*phobie (IDAHOT*) jedes Jahr am 17.5. gefeiert.

Der CSD Münster e.V. beteiligte sich anlässlich des Gedenktages in Kooperation mit vielen Vereinen und Einrichtungen der LSBTIQ*-Community Münsters wie der Aids-Hilfe Münster e. V., LiVas e.V. und dem LSBTI- Jugendtreff Track! e.V. an den NRWweiten Aktionen „Zeig Homo und Trans*phobie die Rote Karte“ und „Bunte Farbe gegen Vorurteile“ der Fachberatungsstelle „gerne anders!“ und der Kampagne „anders und gleich –  Nur Respekt Wirkt“.

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Menschen konnten auf Fotos eine rote Karte in die Kamera halten und diese mit einem Statement gegen Diskriminierung und dem Hashtag #RoteKarte in den sozialen Netzwerken posten.

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Deutsche Bahn lenkt ein: Homosexualität_en Plakat nun doch am Münsteraner HBF zu sehen

Wir als Vorstand des CSD Münster e.V. begrüßen die Entscheidung der Deutschen Bahn AG, die sich nach einer erneuten Prüfung nun doch dazu entschlossen hat, das Plakat der Sonderausstellung „Homosexualität_en“ des LWL Museums für Kunst und Kultur Münster für etwaige Werbeflächen im Münsteraner HBF freizugeben. Wir werten die Entscheidung der Deutschen Bahn auch als eine Reaktion auf unseren Offenen Brief, der sicherlich dazu beigetragen hat, dass die Presse und Stadtgesellschaft auf diese übertriebene Maßnahme aufmerksam wird. Das Fachreferat Media & Buch der Deutschen Bahn AG, welches für die Genehmigung von Werbung in Bahnhöfen zuständig ist, hatte zuvor das Plakat als „sexistisch“ und „sexualisiert“ eingestuft und von der Freigabe der Werbeflächen in Bahnhöfen abgeraten.

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Das Plakat der Sonderausstellung „Homosexualität_en“, die ab dem 13. Mai im LWL Museum in Münster zu sehen sein wird.

Wie wir bereits in einem offenen Brief an die Deutsche Bahn AG ausgesagt haben, teilen wir diese Einschätzung nicht; ist es doch gerade die bewusste Inszenierung vermeintlich vorherrschender Geschlechternormen, die durch die Darstellung in Frage gestellt werden. Der_die auf dem Plakat abgebildete Künstler_in Heather Cassils repräsentiert diverse Formen sexueller und geschlechtlicher Identität und öffnet normative Vorstellungen darüber, was Sexualität und Geschlecht zu sein scheint. Er_sie entlarvt die vermeintliche Natürlichkeit durch eine selbstermächtigende Aufladung geschlechlicher und sexueller Symbole und stellt sie in einen neuen Kontext. Das Plakat kann hierdurch vielmehr selbst als Kunst betrachtet werden; kommt doch eine empowernde und emanzipative Wirkung zum Tragen: Es zeigt ein Auflehnen gegenüber gesellschaftlichen Zwängen und kann die Betrachtenden dazu ermutigen, über nomative Vorstellungen von Sexualität und Geschlecht nachzudenken und ihre eigene Identität unabhängig und frei zu leben.

 

Offener Brief an die Deutsche Bahn AG / das Fachreferat Media & Buch zum Werbeverbot der „Homosexualität_en“ Sonderausstellung des LWL – Museums für Kunst und Kultur im Münsteraner HBF

Mit Bedauern mussten wir einer am 5. Mai 2016 veröffentlichten Meldung auf www.queer.de entnehmen, dass die Deutsche Bahn AG sich weigert, die Ausstellung „Homosexualität_en“, die gemeinsam vom LWL- Museum für Kunst und Kultur und dem Schwulen Museum* ab dem 13. Mai 2016 in Münster gezeigt wird, in ihren Bahnhöfen zu bewerben. Dem Bericht zufolge wurde die Ablehnung mit der Aussage begründet, die Werbung sei „sexuell, sexistisch und sexualisiert“.

Wir als CSD Münster e.V. können diese Begründung nicht nachvollziehen. Wir fordern die Deutsche Bahn AG auf, die Ausstellung durch das Aushängen der Plakate zu unterstützen und hierdurch einen Beitrag für eine offene, aufgeklärte Gesellschaft zu leisten sowie Respekt gegenüber Menschen zu zeigen, die sich gegen heterosexuelle Normen und Normerwartungen stellen und hierdurch ihren eigenen Entwurf von persönlichem Glück und eigener Identität verwirklicht sehen.

Das Plakat zur Ausstellung zeigt ein Foto des_der kanadischen Künstlers_in und Bodybuilders_in Heather Cassils. Auf diesem Foto zeigt sie_er seinen trainierten, muskulösen Körper; dazu trägt sie_er roten Lippenstift. Cassils Anspruch ist es, aus dem eigenen Körper ein Kunstwerk zu machen. So vereint sie_er „typisch“ männliche Charakteristika mit „typisch“ weiblichen Attributen und stellt so die Aussagekraft solcher Beschreibungen in Frage. Wie aus Interviews mit dem_der Künstler_in zu entnehmen ist, geht es ihr_ihm um eine selbstbestimmte Inszenierung des eigenen Körpers abseits jeglicher Geschlechternormen. Der „Spiegel“ zitiert Cassils mit den Worten: „Ich lehne die Idee ab, dass man als Mann oder Frau werben muss.“ Diese Botschaft sendet auch das Plakat der Ausstellung „Homosexualität_en“ aus.

Wir können hier keine sexistische Werbung erkennen. Kennzeichnend für sexistische Werbung ist, dass sie gezielt Geschlechterklischees einsetzt, die Personen exklusiv auf bestimmte Attribute festschreibt, herabwürdigt und sie gegenüber anderen Geschlechtern diskriminiert. Sexistische Werbung begreift Menschen nicht als Individuen, als Persönlichkeiten, sondern als reine Repräsentant_innen von Geschlechtererwartungen. Sie sollen Reize wecken und nicht weiter stören. Cassils möchte aber das Gegenteil von diesen Zielen erreichen. Ihr_ihm geht es darum, Klischees als die Lüge zu entlarven, die weiter vorgibt, sie sei nur natürlich. So gelingt es ihr_ihm, Symbole selbstständig mit Bedeutung aufzuladen und in einen neuen Kontext zu stellen. Dadurch erreicht sie_er das, was sexistische Werbung niemals könnte: Emanzipation von gesellschaftlichen Zwängen und Selbstermächtigung. Das Plakat strahlt Selbstbewusstsein aus, es regt zum Nachdenken über den Ursprung von Geschlechterrollen an und ermutigt, Identitäten autonom zu gestalten. Dadurch übersteigt es die Werbung und wird selbst zur Kunst.

Natürlich soll das Plakat durch die Darstellung des nackten Körpers auch die Sinne ansprechen. Aber ist eine Reduzierung der Darstellung eines selbstbewussten, schönen und stolzen Menschen auf seine Nacktheit nicht selbst ein sexistischer Fehlschluss?
Wir hoffen, dass die Deutsche Bahn AG ihre Haltung zu dem Plakat überdenkt und die Ausstellung des LWL Museums Münster bewirbt. Dadurch leistet sie einen Beitrag für Offenheit und Respekt für die LSBTIQ*-Community. Wir möchten darauf hinweisen, welche Bedeutung die Ausstellung für Münsters Community hat. In Münster fand am 29. April 1972 die erste bundesdeutsche Homosexuellendemo statt. Seitdem ist aus einer diskriminierten und marginalisierten Subkultur ein wichtiger Teil der Gesellschaft geworden, der das öffentliche Leben in Münster mitgestaltet und bereichert, der Veränderungen anstößt und sich für Offenheit einsetzt. Längst umfasst die Szene dabei nicht nur Homosexuelle, sondern auch Bisexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queers*. Das schönste Zeichen dieser Entwicklung ist, dass die verschiedenen Vereine und Institutionen einmal im Jahr gemeinsam die Pride Weeks veranstalten und zusammen den Christopher Street Day feiern. Und auch wenn sich die persönliche und rechtliche Situation vieler Menschen deutlich gebessert hat, ist es noch ein langer Weg bis zu vollem gegenseitigem Respekt. Wer versucht, abseits von heterosexuellen Normen oder dem klassischen binären Geschlechtsdenken sein Leben autonom zu gestalten, stößt immer noch auf Widerstand. Die Ausstellung “Homosexualität_en” kann Menschen helfen, es leichter zu haben, indem sie das Bewusstsein für ein Recht auf diverse Lebensentwürfe und Identitäten weckt und die LSBTIQ*-Community in ihrer ganzen Vielfalt abbildet. Die Community freut sich auf die Ausstellung, arbeitet mit den Veranstalter_innen zusammen. Viele Menschen konnten sogar an der Gestaltung mitwirken.
Wir bitten Sie, diese Arbeit zu unterstützen und zu würdigen, indem Sie die Ausstellung bewerben. Wir hoffen sehr, dass wir auf Sie zählen können.

Mit freundlichen Grüßen

Lydia Dietrich und Andreas Sahner für den CSD Münster e.V. Vorstand

IDAHOT 2015, Sonntag 17.Mai, 15.00 Uhr am Stadthaus 1

Wir rufen euch dazu auf ein deutliches Zeichen zu setzen gegen Homo- und Transphobie.

Mit einem Stand vor dem Stadthaus 1 begrüßen wir euch zu dieser Veranstaltung des CSD Münster e.V. und der Kampagne ,,anders und gleich – Nur Respekt Wirkt“

Ziel ist es am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie (IDAHOT), mit einer Luftballon-Aktion ein buntes Zeichen für Akzeptanz und gegen Diskriminierung zu setzen.

Luftballons sind an sich vorhanden wer noch welche mitbringen möchte darf dies gerne tun. Denkt dran das diese dann mit Helium gefüllt sein müssen.

Wir freuen uns auf euch.

Der Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie (englisch International Day Against Homophobia and Transphobia, IDAHOT) wird seit 2005 jeweils am 17. Mai begangen.

Die Initiative zum Inter11148771_918991924789867_4004198744538347582_nnationalen Tag gegen Homo- und     Transphobie ging von Louis-George Tin aus, der heute der französischen Sektion der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) vorsteht. Ziel des Tages war es von Beginn an, internationale Aktivitäten zu koordinieren und Respekt für Lesben und Schwule einzufordern. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen. Zugleich ergeben sich in der Schreibweise zufällige Parallelen zwischen dem Datum 17.5. und dem ehemaligen Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches, weswegen der 17. Mai in Deutschland bereits vor dem Jahr 1990 im Volksmund spöttisch als „Feiertag der Schwulen“ bezeichnet wurde.

Am 17. Mai 2006 erklärte die damalige Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD), Sabine Gilleßen, zum International Day Against Homophobia: „Weltweit sind Lesben und Schwule, die offen leben und ihre Homosexualität nicht verstecken, von Diskriminierung und Verfolgung bedroht. Wir fordern die Bundesregierung auf, dem Beispiel Belgiens, Frankreichs und des Europäischen Parlamentes zu folgen, die Petition an die Vereinten Nationen zu unterzeichnen und sich dafür einzusetzen, dass die Vereinten Nationen den 17. Mai zum Aktionstag gegen Homosexuellenfeindlichkeit erklären.“

Anlässlich des Aktionstages im Jahr 2008 zählte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch den polnischen Präsidenten Lech Kaczyński zu den Politikern, die weltweit Homosexuelle am stärksten diskriminieren. Kritisiert wurde auch Ugandas Staatschef Yoweri Museveni, der offen zur Ausgrenzung von Homosexuellen aufgefordert habe. Fortschritte in der Gleichberechtigung hätten dagegen Irland, Kolumbien und Nepal gemacht.

Homosexualität war im Mai 2009 noch in rund 70 Ländern strafbar; in sieben Ländern (Iran, Sudan, Jemen, Mauretanien, Saudi-Arabien, sowie in den schariadominierten Gebieten in Somalia und Nigeria) werden homosexuelle Handlungen mit der Todesstrafe belegt. Unklar ist, ob Homosexualität auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit dem Tod bestraft wird.